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Kindergeld

Frage: 
Sie hatten das Urteil des Finanzgerichts Köln veröffentlicht: Bei meiner Schwester sind die Symptome - anders als im Prozess beschrieben - ungefähr mit dem 40. Lebensjahr aufgetreten. Würde mein Vater dann kein Kindergeld mehr erhalten?
Datum: 
Donnerstag, 6 Februar, 2020
Antwort: 

Das Urteil des Finanzgerichts Köln vom 12.1.2017 wurde mit der Revision beim Bundesfinanzhof angefochten. Eine Veröffentlichung des Ergebnisses habe ich nicht gefunden nur einen Hinweis, wonach das Verfahren „erledigt“ sein soll.
 
Gleichwohl empfehle ich dem Anfragenden einen Kindergeldantrag unter Bezug auf das FG Urteil stellen zu lassen, sofern dies bisher nicht geschehen sein sollte. Der Antrag kann nach der Gesetzesänderung in 2018 aber nur noch für 6 Monate rückwirkend gestellt werden. Dem Antrag ist eine ärztliche Bescheinigung über die genmolekularische Testung beizufügen.
 
 
Ferner sollte die Frage geprüft werden, ob die Betroffene einen Antrag auf Erwerbsminderungsunfähigkeitsrente stellen kann. Bei genetischen Erkrankungsursachen kann die Rente auch gewährt werden, wenn die sonst erforderlichen Versicherungszeiten nicht erfüllt sind.
 
 
RA G. Hauptmanns
 
 
siehe auch: https://dhh-ev.de/urteil-des-fg-köln-zu-kindergeld-bei-spät-diagnostiziertem-gendefekt

Autor: 
Jürgen Pertek