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Empfehlung des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Huntingtonhilfe e.V. (DHH e.V.) zur Zuordnung von Betroffenen von der Huntington-Krankheit in fortgeschrittenen Stadien (10.01.2021)

 
Der wissenschaftliche Beirat empfiehlt, Betroffene von der Huntington-Krankheit in fortgeschrittenen Stadien, die

  • bettlägerig bzw. (z.B. im Pflegestuhl und nur mit Unterstützung gehfähig) immobil sind
  • unter Schluck- und Atemstörungen (mit der Gefahr der Aspirationspneumonie) bzw.
  • unter einem fortgeschrittenen dementiellen Syndrom leiden

der nach § 3 der Verordnung des Bundesministerium für Gesundheit zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV)
 
Gruppe mit Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,
 
zuzuordnen.
 
Begründung:
 
Vergleichbar zu den unter § 3 genannten Personen (mit Trisomie 21, einer Demenz oder geistigen Behinderung bzw.nach Organtransplantation) und im Unterschied zu den unter §4 genannten Personen haben die oben genannten Huntington-Kranken auf Grund der Kombination psychischer, neurologischer und kognitiver Symptome nicht nur ein „erhöhtes“, sondern ein „sehr hohes bzw. hohes Risiko“ an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 zu versterben.