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LV Berlin-Brandenburg - Pflegevortrag

Warum in die Ferne schweifen…? Unsere Selbsthilfegruppe verfügt über eigenes umfangreiches Potential, u. a. in Person von Angelika Schmid und Christa T., die uns bei unserem Treffen der Selbsthilfegruppe Mitte Mai 2016 einen Vortrag über „Finanzielle Pflegehilfen aus der Praxiserfahrung“ präsentierten.

 

Da beide Ehemänner erkrankt sind, verfügen sie seit über 15 Jahren über Erfahrungen mit Pflegeleistungen. Nach der Erläuterung einiger grundsätzlicher Voraussetzungen für den Bezug von Pflegeleistungen erfolgte Vorstellung der Pflegestufen. Hierbei wurde schon deutlich, dass die derzeitige Rechtslage unter dem besonderen Aspekt zu betrachten ist, dass ab 2017 neue Regelungen gelten werden: durch das 2. Pflegestärkungsgesetz soll sich die Situation verbessern und statt der bisherigen Pflegestufen 0 bis 3 ab 2017 dann die Pflegegrade 1 bis 5 gelten. Anschließend erfolgte die Vorstellung der einzelnen Pflegesachleistungen wie Verhinderungspflege, Kurzzeitpflege, Teilstationäre Pflege (Tages- und Nachtpflege), vollstationäre Pflege, zusätzliche Betreuungsleistungen – Entlastungsleistungen, Hilfsmittel und Verbrauchsmittel, Wohnraumanpassung, Pflegeberatungen (alle 6 Monate), Unterstützung von Wohngruppen sowie Hilfe durch unabhängige Pflegestützpunkte.

 

Aufgrund ihrer umfangreichen praktischen Erfahrungen wurden die Kombinationen aus verschiedenen Leistungen von den Referentinnen extra besprochen, dass hier durch umsichtiges Abwägen der einzelnen Leistungen insgesamt noch mehr Pflegeleistungen in Anspruch genommen werden können. Thema war auch die soziale Absicherung der Pflegepersonen, z. B. in der Rentenversicherung.

 

Die Pflegegeldlisten und der gesamte Vortrag wurden den Mitgliedern der SHG per Exposé zum Nachlesen zur Verfügung gestellt. Angelika und Christa standen nach dem Vortrag noch für Rückfragen aus der Gruppe und weitere Erläuterungen bereit.

 

Wir danken den beiden Referentinnen für ihren umfangreichen Vortrag und das Weitergeben ihrer persönlichen Erfahrungen im Sinne der Selbsthilfe.

 

Andreas Schmidt